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Leichtpanzer 51, AMX 13
Leichter Panzer 51, AMX 13; entwickelt von Ateliers de Construction d'Issy-les-Moulineaux, Frankreich. Im Jahr 1951 wurde der Entscheid zur Beschaffung eines Kampfpanzers vom Bundesrat gefällt. Da keine schwereren Panzerwagen verfügbar waren, wurde der französische AMX 13 beschafft und in der Schweiz noch vor dem Herkunftsland Frankreich in Dienst gestellt.
Technische Daten
- Verwendung: Leichtpanzer / Aufklärungspanzer
- Besatzung: 3 Mann
- Antrieb: SOFAM 8-Zylinder Benzinmotor, 8.3 l, 246 PS
- Bewaffnung: eine Pz Kan 75 mm; zwei Pzw Mg 31, 7.5 mm; Nebelwerfer 8 cm
Stromversorgung
- Versorgung des Funkgeräts vom 24 V Bordnetz mittels Umformer
Dimensionen
- Breite 2.52 m, Länge 6.45 m, Höhe 2.35 m; Gewicht 14'500 kg
Antenne
Panzerwagen
Der Leichtpanzer mit seinen drei Mann Besatzung (Kommandant / Beobachter und Funker, Fahrer und Richter / Schütze) war mit einer 75 mm Pz Kan und einem 7,5 mm Pz Mg 31 ausgerüstet, dazu kam ein 8 cm Nebelwerfer.
Zunächst war der Panzer vom Werk aus mit einem französischen Lizenzbau des amerikanischen VHF-Sprechfunkgeräts SCR-508 ausgerüstet. Mit einer Sendeleistung von 30 Watt im oberen Kurzwellenbereich entsprach das Gerät mit einer mittelgrossen Sendeleistung und einer Bordverständigungsanlage endlich den im Pflichtenheft für eine Panzerfunkanlage festgehaltenen Vorstellungen der KTA. Das Funkgerät erhielt die Schweizer Bezeichnung SE-408, es ist ähnlich aufgebaut wie die Infanterie-Funkstation SE-400 (FIX).
Ende der Fünfzigerjahre wurden die AMX-Panzer modifiziert und die Panzerkanone mit einer 6-schüssigen Ladetrommel aufgerüstet; in der Folge dieser Massnahme fand das Funkgerät SE-408 an seinem angestammten Ort keinen Platz mehr und der Panzer wurde auf die fernbedienbare Autophon - Funkanlage SE-407 umgerüstet. Mit dieser konnte der Kommandant von einem Bediengerät aus die verschiedenen vorprogrammierten Kanäle des Funkgeräts und eines Zusatzempfängers auswählen und auf die Bordverständigungsanlage geben.
Entwicklung
Ab 1946 wurde der Leichtpanzer AMX 13 als Spähpanzer von den Ateliers de Construction d'Issy-les-Moulineaux entwickelt. Da kein schwererer Kampfpanzer verfügbar war, erfolgte zunächst die Beschaffung des AMX 13 als Leichter Panzer 51. Nachdem der Centurion dann im Jahr 1955 beschafft werden konnte, konnte der AMX 13 in die Rolle als Aufklärungspanzer übergeführt werden.
Vom AMX 13 konnten im Jahr 1952 170 und im Jahr 1955 weiteren 30 Stück beschafft werden.
Einsatz
Von 1954 bis 1961 waren die 200 Fahrzeuge in den Leichten Panzer Abteilungen L Pz Abt 1 - 4 eingeteilt, dann nach Indienststellung des Centurion ab 1962 als Aufklärungspanzer in den Aufkl Bat 1, 3, 4, 6, 8 und 11, der Leichte Panzer 1951 wurde definitiv 1980 zurückgezogen.







