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Testgerät T-112

Testgerät T-112; hergestellt von Autophon AG, Solothurn.

Zu Abgleich- und Reparaturarbeiten am Truppen - Funkgerät SE-125 wurde von Autophon das Testgerät T-112 entwickelt, es war zusammen mit einem Ersatzteilsortiment in der Kiste des Reparatur- und Ersatzteilsortiments B zum SE-125 untergebracht.

Testgerät T-112

Technische Daten

  • Prinzip: Stabilisierte Spannungsquelle, Oszillator 1000 Hz zur Modulation SE-125 und Messsender, abstimmbarer Messsender 77.5 - 87.5 MHz.

Stromversorgung

Dimensionen

Zubehör

  • Universalinstrument (Multimeter) Elmes 20 zur Durchführung von Gleichstrom- und NF-Signalmessungen. Zur Durchführung von HF-Messungen zur Signalverfolgung muss die HF-Sonde benutzt werden.

Bedienung

Das von Autophon entwickelte netzbetriebene Prüfgerät T-112 erlaubt Wartungs- und Abgleicharbeiten an den Autophon - Handfunkgeräten SE-125. In der 1. oder 2. Reparaturstufe werden von der Truppe nur defekte Module lokalisiert, diese aus dem Ersatzteilsortiment ersetzt und die Gerätefunktion überprüft. Arbeiten an den einzelnen Moduln wurden nur von der Herstellerfirma im Werk durchgeführt, die Moduln mussten dorthin eingeschickt werden.

Das zu prüfende Truppenfunkgerät SE-125 kann vom Testgerät aus direkt mit Strom versorgt werden, neben der Nominalspannung von 7,5 V kann auch gezielt mit Über- und Unterspannung gemessen werden. Bei allen Arbeiten am SE-125 muss dessen eigene Batterie entfernt werden. Das Funkgerät wird mit einem Multipolkonnektor am Testgerät angeschlossen, die Sprechgarnitur (Mikrotel) wird ebenfalls am Testgerät angeschlossen, eine rastbare Taste versetzt das Funkgerät ohne Drücken der Sprechtaste in Sendebetrieb.

In Messschalter Stellung 1 wird die Speisespannung (rote Marke) und in Stellung 2 die Stromaufnahme im Sendebetrieb (Marke grün) gemessen, bei Überlast durch einen Kurzschluss leuchtet die rote Lampe auf und eine elektronische Sicherung schaltet die Stromversorgung ab.

Zu Messung der Empfängerstufen wird das T-112 mit den Antennenanschluss verbunden, auf dem universell eingesetzten Kanal 7 gibt es 0,5 μV Leistung an den Koaxausgang.

Zur Prüfung des HF- und NF-Teils des Empfangszweigs wird das zu prüfende Funkgerät an den Messenderausgang „0,5 μV HF 50 Ω“ angeschlossen. Für HF-Messungen wird das Multimeter Elmes 20 mit der HF-Sonde verwendet, im Regl. 56.529d ist ausgeführt, an welchen Messpunkten welche Pegel zu erwarten sind.

In Messschalterposition 6 wird die eigene Modulation des Messsenders des T-112 auf Kanal 7 resp. 77.7 MHz kontrolliert, in Position 7 die HF-Spannung des Messsenders. In Position 8 wird die Stromaufnahme des Empfängerzweigs mit ein- und ausgeschaltetem Squelch gemessen (gelb-schwarze resp. gelbe Marken), in Position 9 des Messschalters die NF-Ausgangsleistung und in Position 10 der Geräuschrückgang bei 0,5 μV HF-Leistung, dieser steht für die Testung der Empfängerempfindlichkeit.

Zur Pegelmessung am Sender wird der Antennenanschluss des Funkgeräts mit der Koax-Buchse verbunden. In Messschalter Position 3 wird die Sendeleistung (blaue Marke), in den Positionen 4 der Normalhub und in Position 5 der Spitzenhub des mit 1000 Hz modulierten SE-125 gemessen.

Ein spezieller HF-Ausgang, der bei Nichtbenutzung zur Verhinderung der Abstrahlung von Streustrahlung mit einem Deckel geschützt werden muss, dient zu Signalverfolgung.

Technisches Prinzip

Messsender 77.5 - 87.5 MHz mit Modulation 1000 Hz, stabilisierte Spannungsversorgung.

Bestückung

Das Gerät ist vollständig halbleiterbestückt.

Entwicklung

Das T-112 wurde für Abstimm- & Abgleicharbeiten am Funkgerät SE-125 von Autophon zum Einsatz durch Uem Gtm in den Truppenwerkstätten entwickelt.

Einsatz

Besten Dank für die Nutzung der Aufnahmen an Toni Gämperle.

Technische Unterlagen

  • Das Funkgerät SE-125, Regl 65.529d, Anleitung für Übermittlungsgerätemechaniker; Seiten 128pp

Weitere Informationen

de/t-112.txt · Zuletzt geändert: 2020/06/27 11:28 von mb