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SVZ-B: Sprachverschlüsselungszusatz Breitband

SVZ-B oder Sprachverschlüsselungszusatz Breitband; hergestellt von Crypto AG, Zug.

Jahrelang musste mit den amerikanischen Funkgeräten SE-227 und SE-412 ohne Verschlüsselung gearbeitet werden, Codetabellen, Verschleierungslisten und „codierte Sprache“ mussten eingesetzt werden, um den Inhalt einer Mitteilung für Dritte unverständlich zu machen.

Die Situation änderte sich, als 1984 das digitale Sprachverschlüsselungsgerät SVZ-B zur Truppe kam: das SVZ-B erlaubt voll verschlüsselte und kryptographisch sichere Kommunikation.

SVZ-B

Technische Daten

Stromversorgung

Dimensionen

  • 285 x 68 x 280 mm, 4.0 kg

Zubehör

  • Relaisanschaltgeräte RAS-227 und RAS-412

SVZ-B

Bedienung

Das SVZ-B kann über die Breitbandschnittstelle X-Mode an die Funkgeräte SE-227 und SE-412 angeschlossen werden, die Relaisanschaltgeräte RAS-227 und RAS-412 erlauben den direkten Relaisbetrieb ohne Umschaltung.

Am AVZ-B können zwei Schlüssel mit der Zahlentastatur eingegeben und dazwischen einfach gewechselt werden, eine NiCd - Batterie erhält die Speicherinhalte.

Mit einem 19-poligen Stecker wird das SVZ-B mit dem Funkgerät verbunden. Oben links wird das Mikrotel angeschlossen, rechts davon liegt der Lautstärkeregler. Mit dem darunterliegenden Umschalter kann zwischen klar, Schlüssel 1 und 2 umgeschaltet werden.

Eine Notlöschung der gespeicherten Schlüssel erfolgt durch die Tastenkombination 0 und * oder automatisch beim Öffnen des Geräts.

Technisches Prinzip

SVZ-B Das Audiosignal wird durch adaptive Pulscode-Modulation (APCM) in einen 9 kBit/sec Datenstrom umgewandelt, zusammen mit Synchronisierungsimpulsen ergibt sich ein 9.6 kBit/s Datenstrom.

Vom Schlüsselgenerator werden Pseudozufallsdaten mit derselben Geschwindigkeit generiert und diese mit dem Datenstrom gemischt und dieses über die X-Mode Schnittstelle dem Sender zugeführt.

Das codiert nur als Rauschen wahrnehmbare Signal wird empfängerseitig mit den mit dem Schlüsselgenerator erstellten gleichen Pseudozufallsdaten gemischt und es entsteht wieder ein mit dem ursprünglichen Audiosignal identischer Datenstrom, der durch einen Digital-Analog-Wandler in ein hörbares Audiosignal umgesetzt wird.

Bestückung

SVZ-B Das Gerät ist vollständig halbleiterbestückt.

Entwicklung

Das SVZ-B wurde von der Crypto AG in Zug 1980/84 entwickelt.

Als Alternative für Leichtflugzeuge und Helikopter wurde das fernbedienbare SVZ-B L Flz entwickelt.

Einsatz

Die Geräte wurden 1983/84 beschafft und waren 1986/2002 bei der Truppe, sie wurden verbreitet im Sprechfunkverkehr eingesetzt, in der Regel wurden nur Netzzeilnehmer mit erhöhtem Sicherheitsbedarf mit dem klassifizierten SVZ-B ausgerüstet.

Aufgrund der Klassifizierung gelangten die Geräte nach der Liquidierung nicht in Sammlerhände.

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/svz-b.txt · Zuletzt geändert: 2020/08/25 22:03 von mb