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Wellenmesser Spez 831F

Wellenmesser Spez 831F zum Flugfunkgerät FG IV; hergestellt von Telefunken, Zürich.

Das von Telefunken entwickelte Flugfunkgerät FG IV verfügte über zwei über Bowdenzüge voreinstellbare Frequenzen. Diese wurden vom Flugplatz-Bodenpersonal vorabgestimmt, da vom Cockpit aus lediglich die beiden Frequenzen gewählt werden konnten und keine direkte Frequenzeinstellung möglich war. FG IV: Wellenmesser 831F

Technische Daten

Stromversorgung

Dimensionen

  • mm, kg

Zubehör

  • Als Antenne werden im Deckel verstaute Antennenstäbe eingesteckt.

Wellenmesser Spez 831F

Bedienung

Mit dem Wellenmesser können Sender und Empfänger der Flugfunkanlage FG IV, die nicht über direkt ablesbare Frequenzskalen verfügen, abgestimmt werden.

Der Wellenmesser ist in einem Gussmetallkasten untergebracht; im Deckel finden sich die Antennenstäbe und die Eichkurven. Die Antennenstäbe (i.d.R. zwei) werden in die Buchsen eingesteckt, in Buchse I ist das Signal am stärksten, in Buchse IV am schwächsten.

Auf der Frontplatte dominiert die halbkreisförmige Abstimmskala, die mit einer 0 - 300 Gradskala versehen ist, mit einer Noniusskala am Abstimmzeiger können Zehntelsgrade abgelesen werden. Eine Tabelle links und rechts des Abstimmzeigers gibt die Gradeinstellungen für die wichtigsten Frequenzen an.
Wie bei den Fliegerfunkern der Vierzigerjahre üblich, kann auf Lang- und Kurzwellen gearbeitet werden; der linksseitig positionierte Bandschalter schaltet zwischen Bereich 1 (3000 - 6000 kHz resp. 100 - 50 m) und dem Langwellen - Bereich 2 (300 - 600 kHz resp. 1000 - 500 m) um.

Zur Kalibrierung des Wellenmessers wird dieser nach Anschluss des Batteriekabels eingeschaltet, „Senden ungedämpt“ und „Rückkopplung“ werden eingeschaltet und der Kopfhörer bei Senderprüfung eingesteckt. Aus der Eichtabelle wird die Gradzahl entsprechend der gewünschten Betriebsfrequenz entnommen und auf der 300° Skala eingestellt, bei Zehntelsgraden wird die Noniusskala herangezogen. Bei Abweichen der Eichung kann mittels „Ausgleich“kondensator der Wellenmesser kalibriert werden, bis das Schwebungsgeräusch im Kopfhörer immer tieffrequenter wird und verschwindet.

Zur Eichung des Empfängers wird der Wellenmesser in der Betriebsart Senden tönend eingeschaltet und die Arbeitsfrequenz anhand der Eichtabelle eingestellt, die Antennenstäbe werden in die Antennenbuchsen oben links eingesteckt.

Am Empfänger wird der Kopfhörer eingesteckt und auf die maximale Stärke des Eichsignals abgestimmt und die Frequenz mit einem mechanischen Reiter („rote Frequenz“, kürzere Wellenlänge wird mit dem linken Reiter festgelegt) „gespeichert“. Genau gleich verfährt man mit der zweiten Arbeitsfrequenz („blaue Frequenz“, längere Wellenlänge, wird mit dem rechten Reiter definiert).

Zur Eichung des Senders wird wie folgt vorgegangen: Kürzere Wellen („rote Frequenz“) werden mit dem mechanischen Reiter am linken Rand der Skala und längere („blaue Frequenz“) mit dem Reiter am rechten Rand voreingestellt. Zur Sendereichung arbeitet der Wellenmesser im Empfangsbetrieb. Zunächst wird die Betriebsfrequenz am Wellenmesser eingestellt. Mit gedrückter Sendetaste wird dann abgestimmt und in der Nähe der Betriebsfrequenz, die Skalenposition kann der Sendereichkurve entnommen werden, gesucht, bis im Kopfhörer ein Pfeifton hörbar wird, dieser wird in Richtung Frequenzminimum abgestimmt, bei optimaler Eichung verschwindet der immer tiefer werdende Schwebungston vollständig. Nun wird der Reiter fixiert und die Betriebsfrequenz ist mechanisch „gespeichert“.

Technisches Prinzip

Der Wellenmesser arbeitet als „variable frequency oscillator“ (VFO) und ist mit einem Überlagerungsoszillator ausgestattet.

Röhrenbestückung

V1 (RE074), V2 (RE074)

Entwicklung

Der Wellenmesser Spez 831F wurde von Telefunken Zürich entwickelt.

Einsatz

Der Wellenmesser Spez 831F kam mit den Flugfunkgeräten FG IV in den Flugzeugen Fokker CV und K+W C-35 zum Einsatz. Ebenso war er Bestandteil der Bodenstation Z-Station 38, die mit den Geräten des FG IV ausgerüstet war.

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/spez_831f.txt · Zuletzt geändert: 2020/01/09 20:38 von mboesch