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Panzerhaubitze 79 / 95 KAWEST
Panzerhaubitze 79 / 95 KAWEST, M109A1B; entwickelt von Allison Division, Cleveland, Ohio, USA.
In der Mitte der Sechzigerjahre erkannte man den Bedarf an Panzerartilleriegeschützen zur Unterstützung der mechanisierten Truppen und entschied sich zur Beschaffung der bewährten amerikanischen Panzerhaubitze M109. Ende der Siebzigerjahre wurden die Fahrzeuge nochmals modernisiert und einer Kampfwertsteigerung unterzogen, von der RUAG wurde die Haubitze L-47 eingebaut.
Die Fahrzeuge wurden mit einer Funkstation SE-412A (AN/VRC-46) und einer Geschützlautsprecheranlage GLA 58 ausgerüstet, 1999 erfolgte die Umrüstung auf die Funkanlage SE-235/m1.
Technische Daten
- Verwendung: Panzerhaubitze
- Besatzung: 8 Mann Besatzung
- Antrieb: General Motors V 8-Zylinder Dieselmotor, 9.3 l, 405 PS
- Bewaffnung: eine Panzerhaubitze L-47, 15.5 cm; ein Mg 64, 12.7 mm
Stromversorgung
- Versorgung des Funkgeräts mit 24 V Bordnetz (vier 12 V Batterien)
Dimensionen
- Breite 3.18 m, Länge 11.04 m, Höhe 3.20 m; Gewicht 23'700 kg leer
Antenne
Panzerhaubitze
Um 1965 entschied man sich zur Beschaffung einer Panzerhaubitze zur Unterstützung der mechanisierten Truppen. Nach Evaluationen fiel der Typenentscheid auf die amerikanische Panzerhaubitze M109. Die existierenden Panzerhaubitzen der Serien Pz Hb 74, Pz Hb 79 und Pz Hb 88 wurden aufgrund von Entscheiden in den Rüstungsprogrammen 95 & 97 auf die längere Haubitze L-47 ungerüstet und mit einer neuen elektronischen Navigationsanlage ausgerüstet.
Die Besatzung bestand aus sechs Soldaten, dem Geschützführer (UOf), dem Fahrer, einem Richtkanonier, einem Lader, einem Verschlusswart und einem Munitionswart im Kampfraum.
Neben der 15.5 cm Panzerhaubitze L-47 waren die mit einer Aluminiumpanzerung versehenen und somit nur leicht gepanzerten Fahrzeuge mit einem 12.7 mm Browning Maschinengewehr als Bordwaffe und sechs 7.6 cm Nebelwerfern 78 ausgerüstet.
Die Panzerhaubitze M109 war ursprünglich mit dem amerikanischen Funkgerät VRC-46 ausgerüstet, diese bliebt bis in die Neunzigerjahre die verbreitetste Fahrzeugstation in der Schweizer Armee war. Leider war keine Sprachverschleierung oder Verschlüsselung integriert, weshalb mit Codelisten und verschleierter Sprache gearbeitet werden musste und der Truppenfunkverkehr von der Funkpolizei auf Einhaltung der Funkdisziplin überwacht werden musste. Erst mit der Einführung der Sprachverschlüsselung mit dem SVZ-B konnten Meldungen über den Funk im Klartext übermittelt werden.
1999 konnten die Fahrzeuge auf die moderne mit Verschlüsselung arbeitende Bündelfunkstation SE-235/m1 umgerüstet werden.
Entwicklung
In den Rüstungsprogrammen 95 und 97 wurde der Entscheid zur nochmaligen Verbesserung und Kampfwertsteigerung des M109 mit einer Haubitze L-47 gefällt und davon 1998/2003 insgesamt 348 Stück umgerüstet.
Der Grossteil der Panzerhaubitzen wurde ab 2008 zurückgezogen, an 133 Fahrzeugen wurde von der RUAG nochmals ein Kampfwertsteigerungsprogramm mit einer Modernisierung durchgeführt.
Einsatz
Bei den Art Abt 1, 10, 16 und 49 standen ab 2012 noch 133 Panzerhaubitzen KAWEST im Einsatz.


