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Panzerhaubitze 74, M109A1B
Panzerhaubitze 74, M109A1B; entwickelt von BMY, Bowen - McLaughlin -York, York County, USA.
In der Mitte der Sechzigerjahre erkannte man den Bedarf an Panzerartilleriegeschützen zur Unterstützung der mechanisierten Truppen und entschied sich zur Beschaffung der bewährten amerikanischen Panzerhaubitze M109. Bald wurde eine Vergrösserung der Reichweite verlangt und es wurden 120 Fahrzeuge mit einer Haubitze L-39 beschafft.
Die Fahrzeuge wurden mit einer Funkstation SE-412A (AN/VRC-46) und einer Geschützlautsprecheranlage GLA 58 ausgerüstet.
Technische Daten
- Verwendung: Panzerhaubitze
- Besatzung: 8 Mann Besatzung
- Antrieb: General Motors V 8-Zylinder Dieselmotor, 9.3 l, 405 PS
- Bewaffnung: eine Panzerhaubitze L-39, 15.5 cm; ein Mg 64, 12.7 mm
Stromversorgung
- Versorgung des Funkgeräts mit 24 V Bordnetz (vier 12 V Batterien)
Dimensionen
- Breite 3.15 m, Länge 9.05 m, Höhe 3.18 m; Gewicht 22'800 kg leer
Antenne
Panzerhaubitze
Um 1965 entschied man sich zur Beschaffung einer Panzerhaubitze zur Unterstützung der mechanisierten Truppen. Nach Evaluationen fiel der Typenentscheid auf die amerikanische Panzerhaubitze M109. Dem bald laut werdenden Ruf nach einer Reichweitenvergrösserung wurde mit einer Beschaffung des M109A1B mit einer leistungsfähigeren Haubitze L-39 begegnet.
Die Besatzung bestand aus acht Soldatzen, dem Geschützführer, dem Fahrer, einem Seiten- und Höhenrichtkanonier, einem Lader, einem Verschlusswart und zwei Munitionswarten links und rechts vom Geschütz im Kampfraum.
Neben der 15.5 cm Panzerhaubitze L-39 waren die mit einer Aluminiumpanzerung versehenen und somit nur leicht gepanzerten Fahrzeuge mit einem 12.7 mm Browning Maschinengewehr als Bordwaffe und sechs 8 cm Nebelwerfern 51 ausgerüstet.
Die Panzerhaubitze M109 wurden mit dem amerikanischen Funkgerät VRC-46 ausgerüstet, diese bliebt bis in die Neunzigerjahre die verbreitetste Fahrzeugstation in der Schweizer Armee war. Leider war keine Sprachverschleierung oder Verschlüsselung integriert, weshalb mit Codelisten und verschleierter Sprache gearbeitet werden musste und der Truppenfunkverkehr von der Funkpolizei auf Einhaltung der Funkdisziplin überwacht werden musste. Erst mit der Einführung der Sprachverschlüsselung mit dem SVZ-B konnten Meldungen über den Funk im Klartext übermittelt werden.
Entwicklung
Nach Versuchen mit einer Panzerhaubitze von AMX wurde im Rüstungsprogramm 74 der Entscheid zur Beschaffung der verbesserten Version des M109 mit einer Haubitze L-39 gefällt und davon 1974/78 insgesamt 120 Stück beschafft.
Die älteren 146 Fahrzeuge vom Typ Panzerhaubitze 66 wurden ebenfalls mit dem Rüstungsprogramm 1974 von Mai 1977 - Februar 1979 auf die längere Haubitze L39 umgerüstet, das Geschütz erhielt die Bezeichnung Panzerhaubitze 66 / 74.
Einsatz
Die Panzerhaubitzen bei den Hb Abt 10 und 11 und Hb Abt 19 und 20 wurden im Zuge des Rüstungsprogramms 74 alle auf die Haubitze L39 umgerüstet.




