de:uebermittlung_in_der_abteilung_genie
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| Mit der Truppenordnung 11 ist die Schaffung einer Funken-Pionierkompanie vorgesehen; 1914 werden die ersten Funken-Pioniere an den beschafften vier Löschfunkenstationen ausgebildet und im Kasernenareal Bern eine [[feste_funkenstation_bern|feste Funkstation]] eingerichtet. 1917 wird der Funkenzug der Telegraphen-Pionierkompanie in die Funken-Pionierkompanie übergeführt. Mit der Einführung der [[tragbar_schwere_funkstation_18|Tragbar Schweren Funkstation 18]] und der [[Fahrbar Leichte Funkstation 19|Fahrbar Leichten Funkstation 19]] bei der Truppe wird 1920 eine erste selbständige Funker-Rekrutenschule durchgeführt. Aus der Funken-Pionierkompanie entsteht 1925 die Funker-Abteilung. | Mit der Truppenordnung 11 ist die Schaffung einer Funken-Pionierkompanie vorgesehen; 1914 werden die ersten Funken-Pioniere an den beschafften vier Löschfunkenstationen ausgebildet und im Kasernenareal Bern eine [[feste_funkenstation_bern|feste Funkstation]] eingerichtet. 1917 wird der Funkenzug der Telegraphen-Pionierkompanie in die Funken-Pionierkompanie übergeführt. Mit der Einführung der [[tragbar_schwere_funkstation_18|Tragbar Schweren Funkstation 18]] und der [[Fahrbar Leichte Funkstation 19|Fahrbar Leichten Funkstation 19]] bei der Truppe wird 1920 eine erste selbständige Funker-Rekrutenschule durchgeführt. Aus der Funken-Pionierkompanie entsteht 1925 die Funker-Abteilung. | ||
| - | 1938 erreicht der Waffenchef der [[Übermittlung bei den Fliegertruppen|Flieger-/ | + | 1938 erreicht der Waffenchef der [[Übermittlung bei den Fliegertruppen|Flieger-/ |
| Mit der Truppenordnung 61 werden die bis dahin unabhängigen Telegraphen- und Funkerkompanien der Divisionen in Übermittlungsabteilungen zusammengefasst. | Mit der Truppenordnung 61 werden die bis dahin unabhängigen Telegraphen- und Funkerkompanien der Divisionen in Übermittlungsabteilungen zusammengefasst. | ||
| ===== Gerätegenerationen ===== | ===== Gerätegenerationen ===== | ||
| + | Der Funkerzug hatte 1914 die zwei auf Löschfunkenbetrieb umgerüsteten [[loeschfunken_-_schulstation_14|Schulstationen]] und drei tragbare Versuchsstationen als Material für Versuche zur Verfügung. | ||
| + | ==== T.S.(18), F.L.19 und S.M. ==== | ||
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| + | Die im Rahmen der Truppenordnung 24 im Jahr 1925 geschaffene Funker-Abteilung blieb weiterhin der Armeeführung unterstellt und hatte zur Aufgabe, den grossen Verbänden bis hinab zur Brigade Übermittlungsmittel und vor allem bei der Artillerie Empfänger bereit zu stellen. Durch den Fakt, dass die Einheitskommandanten fallweise um die Zuteilung von Funkmitteln ersuchen mussten, und mit dem Einsatz der funktelegraphischen Mittel wenig vertraut waren, blieben die Übermittlungstruppe lange isoliert und konnten ihre Mittel nicht wirkungsvoll zum Einsatz bringen. Mit der Reorganisation in der Truppenordnung 36 versuchte man diese Missstände zu beheben, was aber nicht verhindern konnte, dass es den Flieger-/ | ||
| + | ==== Grossstationen, | ||
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| + | Die [[SE-210|Tragbar Leichte Funkstation]] (T.L.), eine moderne Telefunkenstation mit Einknopfabstimmung, | ||
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| + | Tornisterfunkgeräte wie die [[SE-108|K1]]- und [[SE-105|P5]]-Station aus dem Hause Zellweger wurden für die taktische Kommunikation innerhalb des Battalionsrahmens verfügbar. Das obsolete Funkmaterial aus den Zwanzigerjahren wurde durch die Zellweger-Funkstation [[SE-300|F.L.]] ersetzt, zuerst noch gezogen, gegen Ende des zweiten Weltkriegs bereits in kleinen Zahlen in Fahrzeuge eingebaut und somit endlich selbstfahrend. | ||
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| + | Mit der Truppenordnung 36 wurde die Schweizer Armee in weiten Teilen umstrukturiert, | ||
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| + | Mit der Zuteilung von entprechendem Personal in die Funkerkompanien der Divisionen und Brigaden, der Erarbeitung von Technischen Reglementen als gemeinsame Arbeitsgrundlagen (ab 1943) und dem Aufbau einer Reihe von Basiswerkstätten anstelle eines einzigen Zeughauses mit einer funktechnischen Reparaturwerkstätte 1942 wurde die Umstrukturierung umgesetzt. | ||
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| + | ==== FOX, REX, LUX, FIX ==== | ||
| + | Mit der Truppenordnung 47 wurde die Reorganisation der drahtlosen Übermittlung von 1944 auch auf dem Papier endgültig vollzogen: der Sollbestand umfasste nun 32 Funkerkompanien in den Divisionen und Brigaden, der zentralen Armeeleitung, | ||
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| + | Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden amerikanische VHF-Truppenfunkgeräte aus U.S.Surplus in grossen Mengen preisgünstig verfügbar; die gereichte den Schweizer Firmen mit ihren vergleichsweise teuren Eigenentwicklungen wie den VHF-Funkgeräten [[SE-110|MAX]], | ||
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| + | Das amerikanische Handfunkgerät BC-611 kam als [[SE-100|FOX]] in die Hand des Soldaten auf Zugs- und Truppniveau, | ||
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| + | Mit Beschluss der Bundesversammlung vom 26. Okt. 1950 wurde per 1. Januar 1951 die Abteilung für Übermittlungstruppen des Eidgen. Militärdepartements gschaffen, die Übermittlungstruppen hatten sich definitiv aus der Abteilung für Genie losgelöst und emanzipiert. | ||
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| + | ==== nach Loslösung 1951 ==== | ||
| + | Ab dem 1.1.1951 mit der Loslösung der Übermittlungstruppen aus der Abteilung für Genie verfügten die Genietruppen ähnlich wie die [[uebermittlung_bei_der_infanterie|Infanterie]] oder [[uebermittlung_bei_der_artillerie|Artillerie]] nur noch über Übermittlungsmittel für den Kommandofunk innerhalb der eigenen Genie Batallione, in Form eines Übermittlungszugs in der Stabskompanie des Genie Batallions. | ||
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| + | ==== SE-206/7 (SE-407) ==== | ||
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| + | ==== SE-125, SE-227 (SE-412) ==== | ||
| + | Mit der Beschaffung des amerikanischen Schützenpanzers M116 (Spz 63) gelangte die Schweizer Armee in Besitz des amerikanischen Funkgeräts [[SE-412|VRC-12]], | ||
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| + | {{ : | ||
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| + | ==== SE-135, SE-235 ==== | ||
| + | Mit den modernen Sprechfunkgeräten mit integrierter Sprachverschlüsselung war es mit der Benutzung der " | ||
| {{gallery>:: | {{gallery>:: | ||
| ===== Reglemente ===== | ===== Reglemente ===== | ||
| - | * {{ :manuals:e-600-autophon-e39-manual-small.pdf | }} | + | |
| + | * Funkerreglement, | ||
| + | * Prov Instruktion für die Tragbar Leichte Funkenstation, | ||
| + | * Funkerreglement I, prov Ausgabe 1939 | ||
| + | * Vorschriften für den Bodenfunkverkehr aller Waffen, 1942 | ||
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| + | * Verkehrsvorschriften für den Bodenfunkverkehr aller Waffen, 1951 | ||
| + | * {{ : | ||
| ==== Weitere Informationen ==== | ==== Weitere Informationen ==== | ||
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